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5. Ein neuer Bildungsplan (1994-1995)

Das Schultheater
Ein neuer Bildungsplan als Reaktion auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird zur Grundlage der Erziehungs- und Bildungsarbeit an der Osterfeld-Realschule.  Das neue Leitbild der Realschule ist darin deutlich akzentuiert. Die Handlungskompetenz des Jugendlichen, die sich aus Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz zusammensetzt, wird als Bildungsziel definiert. Jahrgangspläne ersetzen die bisherigen Fachpläne, pädagogische Leitgedanken werden mit Aussagen zu den Besonderheiten der Klassenstufe, der psychologischen Aspekte der Altersstufe und den erzieherischen und unterrichtlichen Anforderungen aufgenommen.

Diese Veränderungen zeigen deutlich, dass sich Schule zukünftig noch mehr am Kind zu orientieren hat. Durch Stoffentlastung und inhaltliche Konzentration werden pädagogische Freiräume und Grundlagen für teamorientierte Lehr- und Lernformen geschaffen. Das fächerübergreifende Arbeiten wird durch die Ausweisung von fächerverbindenen Themen im Bildungsplan fest verankert. Die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden wird auf maximal 30 Pflichtwochenstunden festgelegt. Diese vielfältigen Aufgaben des Bildungsplanes stellen die Lehrkräfte der Osterfeld-Realschule vor neue, interessante, aber auch sehr zeitintensive Herausforderungen.

Im Rahmen von schulinternen Fortbildungsveranstaltungen ( "SCHILF") und Pädagogischen Tagen nehmen sich Kollegium und Schulleitung verstärkt dieser Forderungen an und legen so die Grundlagen für eine weiterhin erfolgreiche pädagogische Arbeit.  Im Oktober wird der Schüleraustausch mit der französischen Partnerschule Collège Maurice Ravel in Montfort-L'Amaury bei Rambouillet aufgenommen. Im jährlichen Wechsel besuchen sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7-9, wohnen bei Gastfamilien und nehmen am Unterricht der jeweiligen Partnerschule teil. Zahlreiche Ausflüge in die nähere Umgebung runden das Programm ab.

Die lange Tradition des Theaterspiels an der Schule dokumentiert die regelmäßige Teilnahme beim Amateurtheaterwettbewerb im Stadttheater Pforzheim mit Stücken wie "Aller Anfang ist schwer", "Die Amtsschimmel", "Drei Damen am Grill", die zum Teil selbst verfasst und mit Preisen ausgezeichnet werden.

 Nach Abschluss des Umbaus öffnet das Kulturhaus im September 1994 seine Pforten im Osterfeld-Gebäude. Vier sogenannte multifunktionale Kursräume werden im Bereich des ehemaligen Stadttheaters von Schule und Kulturhaus gemeinsam genutzt.

In den Klassenstufen 5 und 6 werden die sogenannten Kopfnoten für Verhalten und Mitarbeit durch verbale Beurteilungen zum Sozialverhalten, der Selbständigkeit und Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler ersetzt. In vielen Klassenkonferenzen diskutieren und ringen die Lehrkräfte um treffende Formulierungen. Mit einem gelungenen und vielseitigen Programm feiert die Schule ihr 20-jähriges Bestehen.