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Politische Bildung der Klasse 9d in Bad Urach

Unsere Klasse, 9d, wollte mehr über das Thema "Globalisierung" erfahren. Nachdem wir dazu ein Projekt (Kleider machen Leute - Leute machen Kleider) gemacht haben, waren noch einige Fragen offen. 
So fuhren wir nach Bad Urach, wo die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg ein Haus hat. Der Aufenthalt im "Haus auf der Alb" hat uns viele Informationen, aber auch Spaß gebracht.
Das Haus auf der Alb ist ein Haus im Bauhausstil und steht unter Denkmalschutz.
Wir fuhren mit dem Zug nach Bad Urach.
Sofort nach den Ankunft starteten wir um 10.45 Uhr mit einer kurzen Begrüßung und einem ersten Brainstorming zum Thema Globalisierung. Die Stichpunkte wurden gesammelt und geordnet. 
Nach dem Mittagessen bezogen wir unsere Zimmer und hatten bis 13.30 Uhr Pause.
Danach ging es direkt weiter, ein Planspiel zum Thema stand auf dem Programm. Für uns eine völlig neue Erfahrung. Nicht nur die Form des Lernens, sondern auch die vielen Fremdwörter machten uns zuerst sehr zu schaffen. Aber als wir dann richtig begonnen haben, waren wir "voll" dabei und schlüpften in die Rolle von Politikerinnen und Politikern, was uns richtig gut gefiel. Immer zwei von uns waren VertreterInnen eines Landes (zB China, USA, Frankreich, Demokratische Republik Kongo, Fidji..), wir sollten nach den Grundsätzen der WTO Handeslabkommen regeln. Der allgemeine Grundsatz heißt Gleichberechtigung. Wir recherchierten, lasen, fragten, schrieben, diskutierten... . Danach saßen wir in der WTO Konferenz, machten Verträge, Kompromisse, Abbruch von Verhandlungen  - wir redeten uns die Köpfe heiß, waren ganz in unseren Rollen. Einmal Politikerin / Politiker zu sein war super. Die Macht und die Verantwortung zu spüren war enorm...
Durch diese Methode näherten wir uns dem Thema, hatten sogar Spaß dabei. Es fiel uns leicht danach unsere Rollen wieder zu verlassen. 
Abends, nach dem Abendessen "mussten" wir noch einen Film "Plastik - ein Produkt der Nachhaltigkeit?" ansehen. Wir waren nicht mehr ganz so motiviert, außerdem war der Film in englischer Sprache und wir schon ziemlich erschöpft. Informativ war der Film dennoch.
Nach einer kurzen Nacht, einem guten Frühstück, Zimmer aufräumen und räumen, ging es direkt am nächsten Morgen um 9.00 Uhr weiter.
Um ein Gefühl für die ungleiche / ungerechte Verteilung von Geld und Gütern auf der Erde zu bekommen, wurde dies mit Stühlen und uns selbst dargestellt. Die Ergebnisse waren uns im Grunde bekannt, aber so konnten wir es "spüren" und waren sehr erschrocken.
Zum Thema "Nachhaltigkeit" und was "kann ich machen", erarbeiteten wir in Partnerarbeit Plakate und stellten diese in der Gruppe vor.
Eine kurze Auswertungsrunde, ein gutes Mittagessen und schon waren zwei spannende, intensive, aber auch lustige Tage vorbei.
Würden wir so etwas wiederholen wollen?


Auf jeden Fall!!!



Für die 9d - Daniel L. und Marcel G.